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Nehmen Ehrenamtliche Hauptamtlichen die Arbeit weg?

Bedingungen für eine erfolgreiche Entfaltung bürgerschaftlichen Engagements in Organisationen

Interview mit Prof. Dr. Adalbert Evers, Univ. Gießen

Forum Seniorenarbeit: „Ehrenamtliche Tätigkeit im Sinne eines freiwilligen, nicht auf Entgelt abzielenden gesellschaftlichen und sozialen Engagements darf Arbeitsplätze nicht verdrängen!“ Mit dieser Einführung beginnt das aktuelle BAGSO-Positionspapier zum freiwilligen Engagement älterer Menschen. Wie gefährdend ist das Ehrenamt für bezahlte Arbeit?

Professor Evers, Uni GiessenAdalbert Evers: Wenn man auf diese Frage eingeht, müsste man zunächst einmal vorausschicken, wie vielfältig die Felder sind, wo sich Engagement abspielt. Es gibt Tätigkeiten, wo der Begriff der Arbeit, sei es als bezahlte oder freiwillige Arbeit, keinen Sinn macht. Dazu gehören das Bürgerengagement im Sinne von Öffentlichkeitsarbeit, auch Protest usw.

Dann gibt es natürlich andere Tätigkeiten, wo man sich in der Tat denken könnte oder erfahren hat, dass da eine freiwillige Tätigkeit in anderer Form als bezahlte Arbeit schon einmal gemacht worden ist.

Bei der Frage der Verdrängung bezahlter Arbeit sollte man nicht so sehr auf die Zukunft schauen und mit zukünftigen Jobs argumentieren, die durch Engagement heute verhindert werden;denn dann kommt man schnell in heillose Spekulationen, welche potentiellen Jobs nicht entstehen, weil sie jetzt in Form des Ehrenamts bereits ausgefüllt werden. Da wird die andere Seite sagen, das hätten wir ohnehin nicht bezahlen können etc.  Man sollte das Thema begrenzen und sagen: Gibt es da etwas, was bisher in Form eines bezahlten Jobs gemacht wurde und jetzt durch ehrenamtliche Arbeit ersetzt wird? Das ist problematisch, wobei ich immer noch unterscheiden würde, ob ein solcher Ersatz aus der Not oder Initiative einer Gruppe geboren wird oder ob er zur bewussten Strategie eines Arbeitgebers gemacht wird.

Forum Seniorenarbeit: Wie stellt sich der Unterschied bei der Entwicklung ehrenamtlicher Tätigkeit dar?

Lassen sie mich den Unterschied am Bibliotheksbereich illustrieren. In Hamburg gibt es die Bibliothek Collibri. Der Senat hatte gesagt, wir können in diesem Umfang Bibliotheken nicht mehr finanzieren; daraufhin hat sich in einem Stadtteil eine lokale Initiative gebildet, die mit viel Einsatz von Engagement, also auch in Form von Unterstützungsgeldern oder auch freiwilliger Arbeit darauf reagierte. Ich denke, es wäre nicht sehr sinnvoll zu sagen, das hätten die doch besser bleiben lassen, denn dann hätten wir dort jetzt keine funktionierende Bibliothek mehr. De facto ist hier an die Stelle bezahlter Arbeitsplätze mehr ehrenamtliche Arbeit getreten – aber im Rahmen einer Notwehrreaktion ist der Betroffenen. Problematischer finde ich, wenn solche Dinge vom Arbeitgeben eingeplant werden. Also, in einem anderen Fall, auf den wir in einer Forschung in einer anderen großen Mittelstadt stiessen, wurde dem Bibliotheksleiter von oben mitgeteilt, er müsse auf jeden Fall streichen, aber er könne sich ja jetzt schon einmal frühzeitig um Ersatz nach Ehrenamtlichen umsehen. Das ist eine Art Arbeitgeberplanung, die versucht, Ehrenamtlichkeit zu instrumentalisieren.

Die besten Gegenbeispiele zur befürchteten Substituionstendenz haben wir immer dann gefunden, wenn Ehrenamtlichkeit einhergeht mit einer Neubestimmung des Aufgabenspektrums und der Ziele der jeweiligen Einrichtung. Ich bleibe beim Beispiel der Bibliotheken: Da war es zum Beispiel so, dass ein Leiter auf die Idee gekommen ist, einen zugehenden Bücherdienst für Altenheime aufzubauen. Das war überhaupt nur möglich, wenn es ehrenamtlich gemacht wurde und hatte positive  Rückwirkungen auf  die Bibliothek insgesamt, deren Stabilität und Arbeitsfeld; hier hat Engagement bezahlte Arbeitsmöglichkeiten absichern geholfen

Ein weiteres Problem ist das generelle Unverständnis dafür, das Engagement etwas anderes ist, als verplanbare Arbeit. Mir ist immer noch ein Beispiel in Erinnerung, wo bei einer Freiwilligenzentrale die folgende Anzeige aufgegeben wurde: „Suche examinierte Krankenschwester auf Freiwilligenbasis“. Das heißt einfach nur, wir wollen jemanden, der etwas absolut vorbestimmtes professionell erledigt – aber eben umsonst.

Forum Seniorenarbeit: Bei der Abgrenzung freiwilliger und bezahlter Arbeit bleiben unscharfe Grenzen. Ist es nicht in der Praxis so, daß freiwilliges Engagement nicht nur neue Felder erschließt, sondern auch einen strukturellen Wandel in der bezahlten Arbeit mit initiieren kann – den die Hauptamtlichen sinnvoll begleiten können, indem sie selbst auch den strukturellen Wandel mit tragen und Tätigkeiten übernehmen, die auch für sie selbst partiell neu sind.

Adalbert Evers: Ja, ich denke, all das ist denkmöglich. Hürden liegen in den Rahmenbedingungen; in vielen Einrichtungen treffen heute zwei Dinge zusammen: 1. das Geld reicht vorne und hinten nicht man muss also mit gleich bleibende oder gar gekürzten Mitteln operieren und 2. es herrscht eine Atmosphäre vor, wo man ängstlich etwas zu bewahren versucht und es ist nicht Klima gegeben, in dem man gewissermaßen nach neuen Ufern und neuen Möglichkeiten sucht. In so einem defensiven Klima ist das, was Sie sagen, eben nur abstrakt denkmöglich, aber es  hat kaum reale Vorraussetzungen. Die Entfaltung der positiven Seiten von ehrenamtlichen Engagements ist gebunden an einen Teamgeist, eine Leitbildorientierung, die nach vorne gerichtet ist. In einem Klima des ängstlichen Verteidigens und Bewahrens ist für die Anstöße, die durch Engagement in einer Organisation und auch in Arbeitsverständnisse und Arbeitsverhältnisse hineinkommen könnten, relativ wenig Platz.

Forum Seniorenarbeit: Bedeutet das womöglich, dass in der sozialen Arbeit in der Zukunft eine Marktverdrängung stattfinden könnte, mit einem Vorteil für die, denen am Ende die Öffnung für bürgerschaftliches Engagement gelingt?

Adalbert Evers: Nun, es gibt ja für das Denken nach vorne und die Öffnung zu neuen Aufgaben zwei verschiedene Akzentsetzungen. Die eine Akzentsetzung setzt sich ab von einer Tradition des zunehmend ängstlichen oder konservativen Verwaltens indem sie sagt, wir müssen unternehmerisch denken und handeln und uns am Markt orientieren. Dort, wo das geschieht, hat die Komponente des freiwilligen Engagements in der Regel wenig Platz. Die Herausforderung liegt darin, in wie weit es gelingt, eine unternehmerische Orientierung mit einer Orientierung auf die Potentiale der Bürgergesellschaft im weiteren Sinne zu verbinden. Nur fürchte ich, dass in vielen Fällen eine dritte Haltung, nämlich eine rein geschäftsmäßige Anpassungsorientierung vorwiegt. Wir alle kennen doch jene Einrichtungen von großen Wohlfahrtsträgern, die sich jetzt den Markt-Sprech zu eigen machen, ohne das ein Gramm mehr Phantasiefähigkeit und unternehmerische Neubestimmung passiert. Da ist wenig Platz für Engagement – ob nun bürgerschaftlich oder unternehmerisch.

Forum Seniorenarbeit:  Auf der anderen Seite: die Hauptamtlichen, die mit der Gestaltung Engagements am ehesten Erfahrung haben, fühlen sich zum Teil selbst in ihrer Hauptberuflichkeit bedroht – einfach weil ein Teil ihrer Tätigkeiten von Ehrenamtlichen übernommen werden könnten. Wie läßt sich gewährleisten, daß Hauptamtliche unter sich verändernden Bedingungen bürgerschaftliches Engagement begleiten und unterstützen können?

Adalbert Evers: Wenn eine Organisation sich in Richtung unternehmerischer und marktwirtschaftlicher Orientierung modernisieren möchte, muß sie zunächst einmal investieren - in die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Umorientierung und vieles mehr. Dass auch die Aktivierung von Ressourcen von sozialen Kapitals also freiwilliges Engagement in verschiedenen Formen, Qualifizierung und Investition benötigt, wird zu wenig gesehen.

Ein weiteres Problem liegt darin, dass wir kaum ausgearbeitete Rollenmodelle haben für Personen, die sozialunternehmerisches Geschick, inklusive der Mobilisierung von ehrenamtlicher Unterstützung, besitzen und  dass wir bislang kaum definiert haben, was das eigentlich an beruflichen Qualifikationen erfordert; es sind Qualifikationen, die man möglicherweise oft nur beispielhaft benennen kann, etwa wenn man sich an einen sehr engagierten Pfarrer oder eine Jugendamtsleiterin erinnert, wo man genau diese Qualifikationen gesehen hat. Aber wir sind heute zu wenig in der Lage, sie auf den Punkt zu bringen und als Ausbildungs- und Professionsanforderungen auch stark genug zu machen. Die Anforderungen haben einerseits mit unternehmerischen Fähigkeiten und andererseits mit dieser Fähigkeit zu tun, auf Menschen, Vereine und die viel beredete lokale Bürgergesellschaft zuzugehen, anstatt nur eine marktorientierte Modernisierung zu vollziehen.

Forum Seniorenarbeit: Wo liegen dann noch Chancen für die Entfaltung bürgerschaftlichen Engagements in Organisationen?

Adalbert Evers: Ich war  einmal Zeuge einer Diskussion von Bibliotheksorganisationen, wo ein wohlwollender Stadtkämmerer sagte: „Eins müssen sie immer beachten, jede Kommune tut sich besonders schwer mit Kürzungen bei Einrichtungen, die so etwas wie öffentlichen Rückhalt haben“. Ich denke, dass der Aufbau von Unterstützungspotentialen der häufig noch am ehesten greifbare Sicherheitsgürtel ist gegen Kürzungspolitiken. Es ist relativ einfach Organisationen zusammenzustreichen, die kaum einer kennt. Aber es ist sehr schwer das zu tun mit Organisationen, an die sich auch ein Stück Bürgerengagement im Sinne öffentlicher Unterstützung ankristallisiert hat. Das als Hinweis zu Überlebensstrategien in risikoreichen Zeiten.

Ein zweiter Hinweis: Bürgerengagement ist mehr als ehrenamtliche Arbeit. Damit meine ich, dass Bürgerengagement viele verschiedene Formen haben kann: Mitgliedschaft in einem Förderverein, Spenden, Sponsorentum, ein Arbeitsstil, der die eigene Organisation besser mit anderen vor Ort vernetzen hilft und ähnliches. Man sollte das Thema, „wie nutzen wir heute Engagement“, das sich ja für viele Einrichtungen stellt, nicht – wie dies oft geschieht - gleich auf die Frage einengen: „wie gewinnen wir Ehrenamtliche?“

Nehmen wir mal das Beispiel einer Sozialstation, die sich auf irgendeine Art und Weise Ehrenamtliche besorgt – was soll der Sinn einer solchen Strategie sein? Erst wenn dieses Gewinnen von Ehrenamtlichen Teil des Versuchs der Sozialstation ist, sich sozial zu fundieren, sprich in der Gemeinde oder dem Stadtviertel wo sie arbeitet, anzuknüpfen, zu vernetzten und dort bürgergesellschaftliche Bodenhaftung zu finden, geht es um mehr als  die Erschliessung zusätzlicher Hilfeangebote. Und da wäre dann die Arbeit mit Ehrenamtlichen ein Puzzle in einer Strategie der „Resozialisierung von Einrichtungen“, die allzu lange  rein professionell und sozial-staatlich orientiert gearbeitet haben.

Das heißt, dass eine Einrichtung, die z.B. seit Jahr und Tag als Sozialstation ganz traditionell gearbeitet hat, sich zunächst fragen sollte, was denn eigentlich die Nutzung oder eine größere Offenheit für die Ressourcen der Bürgergesellschaft für sie als Organisationen bedeuten soll. Vielleicht kommt man dann erst einmal zu einem ganz anderen ersten Schritt, der nicht darin besteht Ehrenamtliche zu akquirieren, sondern zu versuchen, die eigene Arbeit dadurch zu stützen, dass man einen Beirat oder einen Förderverein für die Sozialstation gründet – nicht weil man sich von einem Förderverein für das nächste Jahr so und soviel Geld versprechen, sondern weil damit eine andere Brücke in die community gebaut werden kann, auf die eine Sozialstation ja ohnehin in Bezug auf ihre Kunden und die alten Leute, die sie betreut, verwiesen ist. Dann wird in diesem Rahmen auch das Thema „wie gehen wir um mit Engagement in Form ehrenamtlicher Mitarbeit“ aufkommen. Aber dann steht es in einem anderen Rahmen. Wie bereits am Ausgang unseres Gespräches erwähnt: viele Dilemmata des Ehrenamtes haben damit zu tun, das wir unsere Organisationen führen wie bisher und denken, dass dann, wenn man jetzt da das Element Ehrenamtlichkeit anbaut, vieles anders und besser werden könne. Aber Ehrenamtlichkeit, die ihre Potentiale entwickeln und „einwachsen“ soll, braucht auch Veränderung in der Organisation und dem Selbstverständnisrahmen, innerhalb dessen die Arbeit funktioniert. Ich kann nicht die Riten meiner Organisation beibehalten und an diese alte Architektur ein Ehrenamtshäuschen anbauen. Das ist bereits unter ästhetischen Gesichtspunkten unbefriedigend.

Forum Seniorenarbeit: Ein Prozess, der die Hauptamtlichen mitnehmen muß...

Adalbert Evers: Ja, das setzt eine klare Organisationsentwicklung voraus wo erkennbar ist, wie und wo im Rahmen eins Leitbilds auch ehrenamtliches Engagement seinen Stellenwert hat.. Die gesamte Strategie muss überdies aufrichtig und vertrauensbildend sein, denn sonst schlägt allen Elementen des Neuen Misstrauen entgegen.

Forum Seniorenarbeit: Heißt das nicht aber auch, daß in einer Strategie der bürgerschaftlichen Öffnung neben dem Modell des klassischen Ehrenamts aus rein innerer Motivation auch Modelle mitgedacht werden müssen, wo Entgelt einen ergänzenden Stellenwert hat.

Adalbert Evers: Viele Organisationen erleben ja schon seit Jahren eine größere Vielfalt von Mitarbeitsverhältnissen. Da ist der klassische Professionelle, der nicht nur für sich, sondern auch für seine Familie einen sozialversicherungsrechtlich geregelten Vollzeitjob  ausübt, da sind dann aber auch verschiedene Formen von Teilzeitarbeit, gelegentlicher Mitarbeit auf Werkvertragsbasis und anderes mehr. Jenseits solcher alten und neuen Formen der Lohnarbeit gibt es dann noch die, die auf ABM-Basis, auf der Basis Arbeit statt Sozialhilfe mitarbeiteten oder jetzt als € 1,- Jobber in Frage kommen. Und dann kommen die ehrenamtlich Mitarbeitenden. Da wird es immer Randbereiche geben, wo man sagt, wir wissen, dass Frau X um der Sache willen hier in der Pflege- und ambulanten Betreuung bei den Hausbesuchen mitarbeitet. Aber bei ihrer kleinen Rente sollte sie auch eine Anerkennung finanzieller Art erhalten. Das ist immer eine sehr sensible Angelegenheit, kann es doch dazu führen, dass das Ganze dann in eine ganz andere Richtung geht und die Ehrenamtliche zu einer abhängigen, gering bezahlten Arbeitskraft wird, der leicht etwas aufgedrückt werden kann, was sie eigentlich nicht tun möchte, und wo sie eine größere Freiheit hätte nein zu sagen, wenn sie dafür tatsächlich kein materielles Entgelt bekäme.

Forum Seniorenarbeit: Also Vielfalt an Modellen, die reflektiert werden muß im konkreten Einzelfall…

Adalbert Evers: Ja, und wo man jetzt vielleicht nur einige wenige Grundsätze formulieren kann, etwa: Behandelt nicht all diese Formen nach dem Motto, möglichst viel Arbeitskraft für möglichst wenig Gegenleistung. Deshalb ist das für mich so sprechend, was ich im Interview erwähnt hatte: „suche examinierte Krankenschwester auf freiwilliger Basis“. Wenn man eine hoch spezialisierte Kraft sucht, dann muss man sie auch gut bezahlen. Wir haben ja diese Problematik der Ausbeutbarkeit unklarer Mitarbeitsverhältnisse bei vielen Jugendlichen, die nicht so schnell in den Arbeitsmarkt einsteigen können und die dann als Praktikanten ohne Geld lange arbeiten müssen bei Tätigkeiten wo sie nicht einmal viel lernen. Deshalb hat sich jetzt auch auf bundesweiter Ebene eine Interessenorganisation der Praktikanten gegründet, damit diese prekäre Balance – was gibt und was bekommt ein Praktikant – nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Ähnliche Abwägungserfordernisse gibt es natürlich auch bei Ehrenamtlichen und fragen eines evtl. Entgeltes. 

Forum Seniorenarbeit: Brauchen wir also mehr Interessenvertretung fürs Ehrenamt?

Adalbert Evers: Ja – damit diejenigen, die Erfahrung mit dem Ehrenamt haben, diese Fragen organisierter in der Öffentlichkeit diskutieren, als wir das jetzt hier in diesem Interview tun konnten.

Das Interview führte Christian Carls

Weitere Links:

Homepage von Prof. Evers:

www.uni-giessen.de/~gj71/


Kontakt / Visitenkarte (Univ. Gießen)

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Autor: Christian Carls